28. September 2020

Die vorhergehenden Meldungen sind weiter unten zu finden.
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Am heutigen Dienstag (29.09.2020) fährt kein ÜSTRA-Bus und auch keine Straßenbahn. Doch die Regiobusse fahren – auch auf der Limmerstraße. Eine Spurensuche.

Im Folgenden vorhergehende Meldungen

ÜSTRA Pressemeldung

Warnstreik der ver.di am Dienstag, 29.09.2020

Am Dienstag, 29.09.2020, wird die ÜSTRA ganztägig durch die ver.di bestreikt.

Sämtliche Fahrten der ÜSTRA Stadtbahnlinien 1 bis 11 und 17 sowie der Buslinien 100, 120, 121, 122, 123, 124, 125, 126, 127, 128, 129, 130, 133, 134, 135, 136, 137, 200, 253, 330, 340, 341, 345, 346, 347, 363, 371, 372, 373, 390, 420, 450, 470, 480, 581, 610, 611, 616, 631 und 800 entfallen von Betriebsbeginn bis Betriebsschluss.

Die Linien der regiobus Hannover GmbH sowie der S-Bahn Hannover und des Eisenbahnnahverkehrs und -fernverkehrs sind nicht von den Streikmaßnahmen betroffen. Diese fahren fahrplanmäßig. Die ÜSTRA bedauert die mit den Streikmaßnahmen verbundenen Unannehmlichkeiten.


Vorhergehende Meldungen

Streiks: ÜSTRA und Stadt 28./29.09.2020 + Pro und Kontra

Am kommenden Montag und Dienstag kommt es zu Ausfällen bei der ÜSTRA (29.09.2020) und der Stadtverwaltung (28.09.2020). Zu den Streiks der Gewerkschaft ver.di gibt es unterschiedliche Meinungen. Unten sind Pro und Kontra aufgeführt [1].

ÜSTRA Pressemeldung

Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Bus und Bahn werden am nächsten Dienstag bestreikt

Hannover – Die Gewerkschaft ver.di hat angekündigt, am Dienstag der kommenden Woche, den 29.09.2020, den Bus- und Bahnverkehr der ÜSTRA zu bestreiken.

Daher fahren an diesem Tag auf den Linien der ÜSTRA von Betriebsbeginn (ca. 3 Uhr morgens) bis Betriebsschluss (ca. 1 Uhr nachts) keine Busse oder Bahnen. Die ÜSTRA bittet ihre Fahrgäste, an diesem Tag auf andere Verkehrsmittel auszuweichen und auf nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verzichten. Die ÜSTRA bedauert die durch den Streik entstehenden Unannehmlichkeiten für ihre Fahrgäste.

Die S-Bahnen und die Busse der regiobus sind von dem Streik nicht betroffen und fahren wie gewohnt.

ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe
Aktiengesellschaft

Landeshauptstadt Hannover – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Montag: Dienststellen der Stadtverwaltung von Streik betroffen

Im Rahmen der aktuellen Tarifverhandlungen hat die Gewerkschaft ver.di zu Warnstreiks im Öffentlichen Dienst aufgerufen. Am Montag, 28.09.2020, kommt es daher auch bei der Landeshauptstadt Hannover zu Beeinträchtigungen. 

Davon sind auch Servicebereiche betroffen. Komplett geschlossen und daher auch für Kund*innen mit bereits vereinbarten Terminen nicht erreichbar sind die Bürgerämter Linden, Sahlkamp und Herrenhausen sowie die Kfz-Zulassungsbehörde. Bereits vereinbarte Termine mit diesen Dienststellen werden verlegt.

Nur erheblich eingeschränkt erreichbar sind die Bürgerämter Am Schützenplatz, Aegidientorplatz, Podbi-Park und Bemerode, die Ausländerbehörde, die Fahrerlaubnisbehörde sowie das Standesamt.

Hier werden die bereits vereinbarten Termine mit Kund*innen weitestgehend wahrgenommen. Aufgrund der zu erwartenden personellen Situation ist der gesamte Fachbereich Öffentliche Ordnung am Montag für Spontankund*innen nicht erreichbar, auch die telefonische Erreichbarkeit ist ganz erheblich eingeschränkt. 

Landeshauptstadt Hannover

[1] Meinungen zum Streik von ver.di
Pro Streik:
>> hannover-heide-weser.verdi.de/themen/tarifrunde-oed-2020
Kontra Streik:
„Gefährdet zahlreiche Arbeitsplätze“ – Modehandel greift Ver.di an
>> welt.de

25.09.2020/…/29.09.2020; 09:39

Kommentare

  1. Wir haben derzeit null Preiserhöhungen, die öffentlichen Kassen sind leer und durch corona stark belastet.. da fragt man sich was die Verdi leute und die Beschäftigen im öffentlichen Dienst so eigentlich denken?Das sind kommunistische Züge… nehmen, wo es herkommt ist ja egal… Bei den Pflegekräften, die durch Corona besonders gestreßt sind ist streiken so gut wie nicht drin, da sonst der Patient leiden würde… aber was haben bitte die MA des Bürgerbüros, die Kfz zulassung oder die Üstra für besondere Belastungen durch Corona?? die nicht jeder andere auch hätte?? Es ist müßig ich habe mich schon vor 50 Jahren mit meinen Kollegen angelegt weil ich nicht indie Gewerkschaft wollte… diese regelmäßigen Gehaltserhöhungen sind die größten Preistreiber, was bloß keiner kapiert ist, daß das was netto bleibt durch höhere Progression und Abzüge für KV,AV und RV nicht das auffängt was die anderen Betriebe wieder brauchen um die Preiserhöhungen aufzufangen….wie Dumm

    1. Lieber Roland,
      Ich freue mich für Dich, dass Du anscheinend auch ohne Lohnerhöhung auskommst/auskommen würdest. Vielleicht hast Du auch einen tollen Arbeitgeber, der Dir von sich aus regelmäßig das Gehalt erhöht. Glückwunsch!
      Den meisten der Kolleginnen und Kollegen geht es da allerdings ganz anders. In Deutschland sind die Löhne z. B. in der Pflege so gering, dass sich kaum mehr jemand findet, der diese wichtige Aufgabe machen möchte. Oder nehmen wir das Beispiel „Kitas“. Auch hier fehlen heute schon enorm viele Fachkräfte.
      Wenn die Arbeitgeber jetzt nicht aufwachen, wann dann?
      Ich für meinen Teil bin als Gewerkmitglied vor allem erstmal solidarisch mit den Schwächeren in unserer Gesellschaft. Zudem bin ich aber auch sehr dankbar dafür, dass wir im öffentlichen Dienst einen guten und beispielhaften Tarifvertrag haben. Die Arbeitgeber wollen die vermeintliche Schwäche der Gewerkschaften in Coranazeiten ausnutzen und auch da ran.
      Ich glaube, da haben sie sich gründlich verrechnet. Denn wir bleiben stark!

      Grüße
      Christian Lühning-Reger

  2. also ich musste mir für heute frei nehmen, weil ich ohne bus und bahn nirgendwo hinkomme. ich habe leider nicht das geld für eine taxifahrt und fahren können hätte mich auch keiner. und dafür geb ich ein scheissgeld für die monatskarte aus, was mir für andere dinge dann jeden monat fehlt. danke dafür. sorry, ich habe echt null verständnis, weil es die am härtesten trifft, die noch weniger geld haben als jeder üstra-fahrer.

  3. Streik ist unangemessen!
    Ich arbeite für viel weniger Geld und muss nun zusehen, wie ich zur Arbeit komme! Bei einen Tag Streik bleibt es bestimmt nicht! Ist ja jedes Jahr dasselbe!
    Da werde ich mich in der corona Zeit in die volle S- Bahn quetschen und auf dem Heimweg nachts von Bahnhof alleine nach Hause laufen!
    Na besten Dank auch!!!

  4. Streik ist unangemessen!
    Ich arbeite für viel weniger Geld und muss nun zusehen, wie ich zur Arbeit komme! Bei einen Tag Streik bleibt es bestimmt nicht! Ist ja jedes Jahr dasselbe!
    Da werde ich mich in der corona Zeit in die volle S- Bahn quietschen und auf dem Heimweg nachts von Bahnhof alleine nach Hause laufen!
    Na besten Dank auch!!!

  5. Es gibt Menschen die sich ihre Monatskarten sprichwörtlich abhungern.
    Diesmal ist die Üstra AG zu weit gegangen, diesmal wird sie sich vermutlich eine Menge Ärger einhandeln, das kommt vielleicht nicht jetzt, jedoch das kommt.
    Wenn Personal fehlt dann – und das weiß jedes schulpflichtige Kleinkind – ersetzt man !!!!Eine Krisensituation wie wir sie haben ausnutzen um mehr nachdruck….. so etwas muss unbedingt unter STRAFE gestellt werden, und zwar ohne irgendwelche Freiheitsstrafen auszusetzen, und zwar nicht erst sofort sondern jetzt ! So etwas was die Üstra Hannover tut wird oftmals auch als ein Akt der Barberei umschrieben. Es gibt so viele arbeitssuchende die es wirklich richtig drauf haben, wo auch Motivation hintersteckt, die keine Probleme damit haben schneidig und zügig in die Haltestellen reinzurollen um so wenig Zeit wie möglich…….., tja die haben eben nur das falsche Personal da liegt der Hase begraben. Und im übrigen : Züge müssen nicht alle Paar Minuten fahren; bevor so etwas entsteht was die Üstra tut , tja dann Fahren die Züge eben mal ein bischen unplarmäßig, lieber so als gar nicht und die Üstra kann klären und die Fahrgäste sind glücklich und zufrieden auch wenn es mal eng wird. Ich bin mir sicher würde die Üstra sich anders verhalten dann sollte sie nicht überrascht sein wenn das Volk plötzlich hinter der Üstra steht , sowas gibt es nähmlich auch noch.

  6. Bitte denkt auch an alle Mit Menschen die Auf eure Bahnen an gewiesen sind. Man kann Das nicht auf dem Rücken anderer Leute aus tragen. Seit doch mal so gut und seht euch mal nach Arbeits Stellen um wo man nicht so viel verdient. Man muss mit aus kommen was man hat oder man muss eben sparen. Dieses richtet sich an die Verdi Arbeiter. Seit dankbar was ihr bekommt an Lohn.

  7. Ich finde eure Streik total um an gemessen andere arbeiten auch. Und bekommen weniger Gehalt. Und geben sich mit weniger Zu Frieden. Bitte denkt bei eurem Streik auch an die Krankenschwestern und die OP Leute die auch nicht gerade viel bekommen. Da muss man eben schauen was man daraus macht. Und eine lebenshilfe bekommt für diese Arbeit auch nicht gerade viel. Bitte denkt dabei auch an Andere. Die sich nicht so viel leisten können

  8. Es sollten mal alle Krankenhäuser. alle Seniorenheime. alle Betreuungsheime und alle Psychiatrieheime komplett bestreikt werden. Nur wird das nicht geschehen weil die Mitarbeiter dieser Einrichtungen ihre Patienten und Bewohner natürlich nicht allein lassen können und aus Verantvortungsgdfühl auch nie allein lassen werden.Verdi mit seinen gut bezahlten Streikangestellten denkt dabei scheinbar nicht an die unterbezahlten relevanten Berufe deren Mitarbeiter nun irgendwie zur Arbeit kommen müssen den nicht alle können sich ein Auto leisten

    1. Wie wahr !!! Arbeite im Pflegeheim und habe noch keine Ahnung wie ich dort am Di hinkomme; Auto habe ich nicht; kann ich mir nicht leisten…soviel zu den systemrelevanten Berufen in der Coronazeit…

  9. Ich finde das Ansinnen von 4,8 % Tariferhöhung angesichts existenzbedrohender kurzarbeit über Monate bis hin zur erwerbslosigkeit völlig egoistisch und unangemessen. In dieser Situation ist eine nullrunde mal wirklich angebracht.

    1. und bei der kommenden nächsten Corona-Welle stellst du dich wieder auf den Balkon und klatschst in die Hände?
      Wenn das so weiter geht, dann gibt es keine mehr für die man klatschen kann 😉

  10. Die Angestellten im Öffentlichen Dienst sind ja meistens gut genährt und gekleidet und brauchen vielleicht gar kein Extrafresschen, wenn alle anderen auch keins kriegen. Die Gastronomie z. B. hat sich mit ihren Corona-Streiks keinen Gefallen getan.

    Andererseits will man auch nicht auf den Kleinen und Mittleren rumhacken, zumal die dicke Knete ganz woanders fließt.

    Außerdem sind die öpvn-Maßnahmen unverhältnismäßig und betreffen weit mehr als nur die kommerziellen Innenstädte.

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