24. November 2020

Pressemeldung

Fotoserie von Peter Hoffmann-Schönborn

TANZpunktHANNOVER ist eine Initiative von Bettina Paletta und Cara Rother, die voraussichtlich ab Januar 2021, gefördert durch das Kulturbüro Hannover, starten soll.

Ziel ist es, Freiberuflerinnen im Bereich Tanz ihre Arbeitsgrundlage innerhalb Hannovers zu erweitern. Als Pilotprojekt kann dann ein Training stattfinden, das sich ausschließlich an professionelle Tanzschaffende, wie z.B. selbstständigen Berufstänzerinnen, Choreografinnen und Tanzpädagoginnen richtet.

Für die angesprochenen Berufsgruppen sind die Auswirkungen der Pandemie eine große Last – sowohl künstlerisch, als auch finanziell. Ausfallende Probeprozesse und Aufführungen bedeuten für Freiberuflerinnen Verdienstausfälle, den Verlust von Trainingsmöglichkeiten und von künstlerischem Austausch. Das Wohnzimmer bietet in keinster Weise Ersatz für ein Tanzstudio und eine Wiederaufnahme von Vorstellungen und tänzerischen Lehrtätigkeiten direkt im Anschluss an den Lockdown setzt einen fitten und trainierten Körper voraus. Bereits jetzt finden sich Tanzschaffende der freien Szene Hannovers in kleinem Rahmen zusammen, um trotz Vorstellungsabsagen und fehlender Proben gemeinsam zu trainieren, sich künstlerisch auszutauschen und auf die Wiederaufnahme ihrer beruflichen Tätigkeiten vorzubereiten. Dafür können vorübergehend in großzügiger Weise die Räumlichkeiten der Norddeutschen Tanzwerkstatt in Hannover Linden zur Verfügung gestellt werden. (Dies darf unter strengen Auflagen und mit den nötigen Hygienemaßnahmen auch während des Lockdowns stattfinden, da das Training als berufliche Fort- und Weiterbildung anerkannt wird.)

Gerade in diesen Zeiten ist klar erkennbar, das ein offenes Profitraining für selbstständige Tanzschaffende so wichtig ist, wie nie zuvor. Damit dies seinen Lauf weg vom „notdürftigen Provisorium“ und hin zu einem etablierten Angebot auf gesamtheitlich professionellem Niveau finden kann, wurden Fördermittel beim Kulturbüro Hannover nun beantragt. Wenn Freiberuflerinnen durch TANZpunktHANNOVER ein regelmäßiges Training auch, aber nicht nur in Zeiten von Corona ermöglicht würde, wäre dies ein wichtiges Zeichen für ihre Schaffensgrundlage, genauso wie für die Kulturlandschaft Hannovers.

Wir freuen uns sehr, dass wir durch die Fotografien von Peter Hoffmann-Schönborn zeigen können, welch lebendige, vielseitige Szene von Tanzschaffenden in Hannover existiert. Es ist für uns wichtig, stellvertretend für all diejenigen, die im Kunst- und Kulturbereich tätig sind, den „Verlierern der Pandemie“ ein Gesicht zu geben. Denn nur, weil wir gerade nicht gesehen werden, sind wir noch lange nicht verschwunden.

Die Norddeutsche Tanzwerkstatt von Gabriele Hägele hat sich mit ihrem über zehnjährigen Bestehen als ein fester Bestandteil des Stadtteils Hannover Linden etabliert. Hier wird Menschen jeglichen Alters der Zugang zum Tanz in all seinen Facetten geschaffen; von den Kleinsten, den
„Tanzmäusen“ (ab 3 Jahre), über die semi-professionellen Schülerinnen mit Berufswunsch Tanz, bis zu den „TraumTänzern“ (Ballett für erwachsene Einsteigerinnen) mit Teilnehmerinnen, die ein Alter von 70 Jahren weit überschreiten. Egal, ob klassisches Ballett, Irish Dance, Contemporary Dance, Stepptanz, Hip Hop, Jazz Dance, oder Bewegungskünste, wie Qigong, Yoga und Pilates: jeder ist an diesem Ort willkommen, auf dem eigenen Niveau den Körper und dessen Ausdrucksform für sich zu entdecken. Mit großer Expertise und nicht weniger großer Leidenschaft arbeitet in der Norddeutschen Tanzwerkstatt ein Team an Tanzpädagoginnen, das auch während der Schulschließung im Lockdown jeden Tag alles daran setzt, seinen Schülerinnen den Tanz nach Hause zu bringen.

Ein umfassender Live-Stream Stundenplan, sowie eine Vielzahl an Video-Tutorials und Social-Media Aktionen ist eine wunderbare Möglichkeit, um Tanzschülerinnen weiterhin in Bewegung zu bringen und dennoch: Tanz lebt auch und vor allem von der gemeinschaftlichen Sache und ist mehr als „nur“ Freizeitsport. Die Teilnehmerinnen erfahren als Gruppe Bewegung, Musik und Ausdruck, erlernen Koordination, Rhythmik, sowie die Wahrnehmung des eigenen Körpers und des Raumes.

Das „Sein“ im Tanzstudio ist für die Teilnehmenden ein wichtiger Ausgleich im Alltag und eng verbunden mit psychischem und körperlichem Wohlbefinden.

Der Verlust des Ortes Tanzschule in Lockdown-Zeiten ist für viele Schüler*innen ein enorm großer und für die Tanzschulen auf lange Dauer eine drohende existenzielle Gefährdung.

Das Copyright aller Bilder liegt bei Peter Hoffmann-Schönborn.

Kontakt:
>> instagram.com/hoffmannschoenborn
Für das Lindener Fotoprojekt werden weitere Lindener Kneipen, Restaurants und leerstehende Freizeit- und Kultureinrichtungen gesucht.

>> instagram.com/tanz.hannover/
TANZpunktHANNOVER organisiert professionelle Ausbildung in Ballett und zeitgenössischem Tanz. Wöchentliche Kurse finden in den Studios der Norddeutschen Tanzwerkstatt statt.
>> norddeutsche-tanzwerkstatt.de/stundenplan/profi.html

>> wirtschaftsforum@online.de

23.11.2020/24.11.2020; 09:10

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