10. August 2020

TAZ – Debatte: „Corona ähnlich wie Grippe“

von Klaus Öllerer

Die öffentliche Diskussion scheint gerade erst zu beginnen. Lange Zeit wurde von offizieller Seite immer betont, dass Corona nicht vergleichbar mit Grippe (Influenza) sei. Corona sei viel schlimmer. So steht es sinngemäß auch auf der Internetseite vom Krankenhaus Siloah [2].

Die schlimmen Erwartungen sind jedoch nicht eingetroffen. Die Folgen der Maßnahmen haben dagegen schlimme Auswirkungen. Menschen zeigen in Demonstrationen zunehmend ihre Ablehnung des Alarmdenkens.

Und nun hat die TAZ [1] mit einem Beitrag von kritischen Wissenschaftlern die Debatte gefördert.
Dr. med. Angela Spelsberg [3] und Prof Dr. med. Ulrich Keil [4] haben in einem Artikel ihre Kritik zusammengefaßt. Danach ist Corona ähnlich wie Grippe. Und sie begründen ihre Ansicht damit, dass es bereits bei großen Teilen der Bevölkerung eine Immunität gegen Corona gab. Die Annahme, dass Corona etwas völlig Neues sei, wird von ihnen widerlegt.

Sie widersprechen ausdrücklich dem offiziellen Alarmargument, dass es keine Grundimmunität in der Bevölkerung gegen das Virus geben würde.

Zitat: „Das Immunsystem vieler Menschen ist offenbar durch frühere Kontakte mit Viren aus der Coronagruppe mit deren und ähnlichen Antigenen vertraut – so bei der saisonalen Grippe, die ja durch einen Virencocktail, dem häufig auch Coronaviren angehören, hervorgerufen wird –, weshalb viele Menschen offenbar eine Immunität oder Teilimmunität gegen Sars-CoV-2 aufweisen. Eine Teilimmunität gegen Sars-CoV-2 erklärt auch die langen Inkubationszeiten – und warum sich nur vergleichsweise wenige Menschen infizieren, viele nicht sehr schwer erkranken oder ganz symptomlos bleiben.

Die anfänglichen Modellrechnungen insbesondere der Wissenschaftler des Imperial College in London waren maßgeblich für die politischen Entscheidungen zum Lockdown verantwortlich. Sie ergaben, dass es weltweit
40 Millionen Covid-19-Tote geben würde; für Deutschland wurden 1,1 Millionen Intensivpatienten prognostiziert. Viele nun vorliegende Studien zeigen aber, dass die Infection Fatality Rate (IFR), der Anteil der Todesfälle an allen Corona-Infektionen, in einem Bereich von 0,1 bis 0,3 Prozent liegt, also den einer normalen Grippe.“
Zitatende

Und hier geht’s zum ganzen Text: >> TAZ.de

Quellen

[1] TAZ: Streit um Corona-Politik: Astronomische Fehlrechnungen
Die Politik hat sich bei den Maßnahmen gegen Corona auf den Rat von zu wenigen Fachleuten gestützt. Nötig ist ein breit aufgestelltes Expertengremium.
>> TAZ.de

[2] Siloah: Warum die Maßnahmen gegen das neuartige Coronavirus richtig sind
„Prof. Fühner:
Der entscheidende Unterschied zwischen Grippe und neuartigem Coronavirus ist, dass es keine Grundimmunität in der Bevölkerung gegen letzteres gibt, weder durch Impfungen noch dadurch, dass das Immunsystem das Virus bereits einmal abgewehrt hat. Dadurch wird dieses Virus vermutlich, darauf deuten zumindest alle Daten aus anderen Ländern hin, sehr weite Teile der Bevölkerung infizieren. Manche Szenarien gehen einer Durchseuchung aus, das heißt, dass 60-70 Prozent der Bevölkerung damit über einen noch teilweise beinflussbaren Zeitraum in Kontakt kommt. Die meisten der Betroffenen werden milde bis mittelschwere Symptome erleiden und können sich in häuslicher Quarantäne auskurieren. 2-5 Prozent der Bevölkerung können schwerer erkranken und teilweise intensivmedizinische Maßnahmen benötigen. Die Anzahl der schwerer erkrankten Menschen muss für das Gesundheitssystem versorgbar sein. Die Intensivkapazitäten können zum Nadelöhr werden. Letztlich gilt es, die nach WHO jetzt offizielle Pandemie zu „timen“. Je schneller die Ausbreitung stattfindet, desto unwahrscheinlicher wird es, dass die Intensivstationen jeden Patienten behandeln werden können.“
>> Siloah (18.03.2020)

[3] Dr. med. Angela Spelsberg hat von der Harvard-Universität einen Abschluss in Epidemiologie. Sie forscht auf den Gebieten Pharmakovigilanz und Post-Marketing-Studien. Vor zehn Jahren hat sie sich intensiv mit der Schweinegrippe-Pandemie auseinandergesetzt.

[4] Prof Dr. med. Ulrich Keil ist emeritierter Professor am Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin an der Universität Münster. Er war Berater der WHO und von 1994 bis 2012 Direktor des WHO Kooperationszentrums für Herz-Kreislauf- und andere chronische Erkrankungen an der Universität Münster

Andere Sichtweisen sind willkommen.

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Hinweis:
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Alle Meldungen zu Corona: >> hallolindenlimmer.de/?s=corona
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Klaus Öllerer
10.08.2020


Kommentare

  1. ich verweise in der diskussion um die übersterblichkeit gern auf diesen artikel des aerzteblatts:
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/114349/USA-Uebersterblichkeit-uebertrifft-die-Zahl-der-gemeldeten-Todesfaelle-an-COVID-19

    in der übersterblichkeit sind ALLE toten erfasst, auch diese die wegen corona gestorben sind.
    „Tatsächlich ist es in dieser Zeit in den fünf am meisten betroffenen Bundesstaaten zu einem Anstieg der Todesfälle an Herzerkrankungen um 89 % und an Schlaganfällen um 35 % gekommen. In der Stadt New York betrug der Anstieg der Sterblichkeitsrate bei Herzer­krankungen sogar 398 %. Ein Diabetes wurde zu 356 % häufiger als Todesursache genannt.“

    wenn man die übersterblichkeit als argument rauskramt, dann sollte man auch bescheid wissen worüber man da spricht. die übersterblichkeit beschreibt eben NICHT die Coronatoten, sondern ALLE – auch die kollateralschäden!

    zu schluss noch was persönliches: ein bekannter von mir ist mit 45 gestorben, weil er wegen corona nicht ins krankenhaus geschickt wurde. 3x raten, er war conoa-negativ!

      1. Der Schilderung nach verarmen und hungern die Patagonier wegen der Corona-Maßnahmen. Ich wette, die meisten hätten lieber die „Grippe“ (falls die dort auf dem Lande jemals ankommt).

        Ich selbst hatte Corona vielleicht schon zweimal dieses Jahr: Im März (ungewöhnlich dicker Nasenschleim ausschließlich nach innen, belegte Lunge, anschließend wochenlang Kiefernentzündung) und im Juli (Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schwitzen, Übelkeit, Durchfall, extreme Erschöpfung (Fatigue), keine Nachwirkungen), jeweils für ein paar Tage. Insbesondere Letzteres könnte Corona gewesen sein; jedenfalls musste mein Körper gegen irgendwas von außen Gekommenes stark kämpfen.

        Tut der Körper aber auch und ist zuverlässig dabei. Da würde ich mir keine Sorgen machen (vielleicht hätte die Kieferentzündung chronifizieren können, aber ich war noch nicht mal beim Arzt deswegen).

        Also, ich selbst würde definitiv nicht hungern wollen, um so eine „Grippe“ um jeden Preis zu vermeiden …

        1. Die Lebensreformer vor hundert Jahren (Bircher-Benner u.a.) betrachteten Grippe als wünschenswerte Reinigungsaktion des Körpers, die nur denjenigen gefährlich werden könne, die völlig vergiftet sind und ungesund leben (z.B. jeden Tag Fleisch essen). Wie bei der Influenca-Grippe könnte es auch bei der Corona-Grippe der Fall sein: halbwegs gesunde Menschen sterben nicht daran und entwickeln nur leichte Symptome. Nach Abklingen der Symptome aber geht der Körper gereinigt und gekräftigt aus der Sache heraus.

          1. Na ja, so weit, an einer Grippe etwas Positives zu finden, würde ich nicht gehen. Entsprechend habe ich auch das ominöse Bircher-Brenner nicht überprüft. Waren das jetzt die Österreicher mit dem Müsli oder die mit ungesunden Schupfnudeln?

            Die haben ja eine schreckliche Esskultur in Österreich. Ich meine, Mehl, Zucker und Fett kann man vielleicht zu Kriegszeiten bevorraten, aber man macht gewiss keine Nationalgerichte draus.

  2. Für alle Freunde von offiziellen Statistiken sei gesagt, daß ich einen weit tödlicheren Virus entdeckt habe: in Deutschland sterben an oder mit diesem Virus 90% aller Deutschen. Es handelt sich um den Herpes-Virus, den ja 90% aller Deutschen in sich tragen. Wenn also von staatlicher Seite immer „AN ODER MIT Corona verstorben“geredet wird, sollte jedem klar sein, daß es sich um systematischen Betrug handelt.

  3. So, jetzt gibt es brauchbare und aktuelle Kurven zur Übersterblichkeit, wo man auch gut mit den Grippen der letzten Jahren vergleichen kann (Und C19 sieht durchaus anders als die letzten Grippen aus):

    https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps

    https://heise.cloudimg.io/width/2000/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/tp/imgs/89/2/9/4/8/7/9/6/exzessiv-6ef787b0c40b361b.JPG
    https://heise.cloudimg.io/width/2000/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/tp/imgs/89/2/9/4/8/7/9/6/england-587bf6567df84d3b.JPG
    https://heise.cloudimg.io/width/2000/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/tp/imgs/89/2/9/4/8/7/9/6/deutschland-f90ff21944da354b.JPG

    Offen bleibt leider noch das Thema der nicht letalen Folgeschäden, dies ist jetzt noch nicht sinnvoll zu bewerten, allerdings sind ein generalisierter entzündlicher Prozess und Gerinnungsprobleme alles andere als harmlos. Oder auch die sogenannten „Happy Hypox“.

    @Frank Norbert Stein: Nehmen Sie doch ruhig aktuelle Erkenntnisse für Ihre Einschätzung, man lernt immer noch jeden Tag dazu.

    1. Ach Herr Koch,
      aktuelle Erkenntnisse finde ich gut, aber bei diesem Thema sind es ja meistens die neuesten Verlautbarungen. Mit Statistiken kann man so enorm viel lügen und manipulieren, siehe das Zitat, das ich zum besten gegeben habe. Solange Leute mit riesigen Krebstumoren als Corona-Tote gezählt werden, bin ich sehr mißtrauisch gegenüber „aktuellen Erkenntnissen“ des Establishment.
      Eine weitere dieser aktuellen Erkenntnisse ist, daß jetzt in Afrika explosionsartig Leute „an oder mit“ Corona sterben; bis vor kurzem war es dort fast niemand. Des Rätsels Lösung möglicherweise: bisher wurde bei Leuten, die an Nährstoffmangel oder TBC starben, in Afrika fast automatisch Aids angekreuzt. Nun kreuzt man eher Corona an. Vielleicht gibt es dafür mehr Geld für die Ärzte, die die Totenscheine ausstellen, ich weiß es nicht.

      1. > Solange Leute mit riesigen Krebstumoren als Corona-Tote gezählt werden, bin ich sehr
        > mißtrauisch gegenüber „aktuellen Erkenntnissen“ des Establishment.

        Was hat das mit den Daten von Euromomo zu tun?

        > Vielleicht gibt es dafür mehr Geld für die Ärzte, die die Totenscheine ausstellen, ich weiß es nicht.

        Und was soll der geneigte Leser aus Ihrem Nichtwissen folgern?

        BTW: Wer gibt den Ärzten das Geld? George Soros? Bill Gates? Die Reptiloiden? Die NWO?

        1. 1.) Das hat sehr viel mit den Daten von Euromomo zu tun. Denn Euromomo ist kein wirklich unabhängiges Institut: es wird unter anderem von der WHO finanziert und ist Partnerinstitut des Robert Koch-Instituts.
          2.) Der geneigte Leser möge aus meinem Nichtwissen folgern, daß er selber mal nachdenken und recherchieren sollte statt alles, was er im Fernsehen sieht, für bare Münze zu nehmen.
          3.) Ich vermute, das Netzwerk der WHO.

  4. Der in den deutschen Medien mehrfach mit der Aussage „fünfmal gefährlicher als Grippe“ zitierte Virologe Alexander S. Kekulé bezog seinen Vergleich daher ausdrücklich auf die saisonale, aktuell leichte Grippe. Lothar H. Wieler, Leiter des Robert Koch-Instituts (RKI), gab in einer Pressekonferenz am 27. Februar 2020 eine ähnliche Einschätzung ab. Er verglich dabei die Prozentzahlen der Todesfälle unter den Infizierten für eine leichte Grippesaison mit einer Letalität von 0,1–0,2 % mit einer angenommenen Letalität von 1–2 % für die SARS-CoV-2-Epidemie.
    (Quelle: Wikipedia „Covid-19-Pandemie“)
    Schon aus diesen wenigen Worten erkennen wir, daß Corona hochgehyped wird. Wären die Systemwissenschaftler ehrlich, würden sie die Coronazahlen mit den Zahlen einer SCHWEREN Grippe (oder wenigstens mit allen Grippezahlen) vergleichen.

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