13. Oktober 2021
Bild: Edith Amituanai
Eine multimediale Ausstellung aus Ozeanien

So, 17.10.21
Kunsthalle
Rubrik: Ausstellung
Einlass / Beginn: 18 Uhr
Eintritt: frei

Der Kunstverein Kunsthalle Hannover zeigt mit der Ausstellung “Ocean Memories” eine Auswahl zeitgenössischer Fotografien und Videos sowie 3D-Drucke von Künstler*innen Ozeaniens. Der Pazifische Ozean – Te Moananui-a-Kiwa – ist der größte besiedelte Lebensraum der Erde. Die beteiligten Künstler*innen verstehen sich als Indigene des Südpazifiks und leben und arbeiten in Aotearoa, Neuseeland. Die Kuratorin Cora-Allan Wickliffe entwickelte gemeinsam mit den Künstler*innen das Konzept der Ausstellung als Reise, als eine Reise in die zeitgenössische Kunst, eine Reise, die geprägt ist von der Auseinandersetzung mit ihrer indigenen Geschichte. In dieser Tradition liegt der Ausgangspunkt der Ausstellung, die von den Erinnerungen an Geschichten, Tänze, Navigation und Handwerk ihrer Vorfahren berichten. Sie gehen ihrer eigenen Geschichte und Geschichten nach und nehmen ihren Standpunkt im Dialog mit zeitgenössischer Kunst ein. So wirken sie den narrativen Tendenzen, pazifische Gemeinschaften in romantisierende Schubladen zu stecken, entgegen.Die Arbeiten der Ausstellung “Ocean Memories” bilden das Spannungsverhältnis von traditioneller und zeitgenössischer Kunst und Kultur ab. Sie eröffnen einen Dialog der Reflektion und Auseinandersetzung mit Kolonialismus und Rassismus sowie Gender und Diversity. Die Ausstellung lädt ein, indigenes Wissen zu erfahren und nachzuvollziehen, wie und dass Kultur in Erinnerung bleibt.(Cornelia Leunig und Rainer Wichering, CLRW, art management, Hannover)Indem wir die Erinnerung an unsere Vorfahren durch Geschichten, Handwerk, Tanz und Navigation aufrechterhalten, bringt der weite Raum des Pazifischen Ozeans weiterhin Generationen von Künstler*innen hervor. Sie beginnen regelmäßig ihre Reise in der zeitgenössischen Kunst mit der Erforschung ihrer eigenen, kulturell reichen Geschichte. So entstehen Bausteine für ein Verständnis dafür, wo sie sich mit ihrem historischen Bezug der pazifischen Gemeinschaften in der Landschaft der visuellen Kunst bewegen. “Ocean Memories” bietet einer Gruppe in Aotearoa lebenden indigenen Künstler*innen Raum, ihre persönlichen und überlieferten Geschichten aus dem Pazifischen Ozean durch Fotografie, Videos sowie Objekten zu erzählen. Die Ausstellung im Herzen Europas bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Geschichte und Geschichten mit einem völlig neuen Publikum zu teilen. Moderne Weltanschauungen und Technologien, durch die nächste Generation ständig weiterentwickelt, greifen traditionelle Methoden auf und laden ein, den Geschichten, die dem Großen Ozean entspringen, zu folgen.(Cora-Allan Wickliffe, Kuratorin)

Kommentare

  1. Da wird wieder ein Bogen gespannt, der nicht existiert. Mir sind keine indigenen Völker bekannt, die sich mit „Gender und Diversity“ beschäftig(t)en.

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