30. Juli 2020

Bisher sind alle Versuche mit gezielter Kommunikation das extreme Limmern einzudämmen gescheitert.

Doch nun gibt es einen neuen Versuch: das LimmernLabor. Es geht dabei um Workshops in denen die unterschiedlichen Beteiligten Lösungen finden sollen. Geplant sind 18 Workshops im August/September mit den unterschiedlichsten Interessengruppen. Dazu zählen das Publikum der Limmerstraße, Gastronomen, Uni-Fachschaften, Clubszene, Polizei, Abfallunternehmen aha, Ordnungsbehörden und der Bezirksrat. Im Oktober soll eine Auswertung erfolgen. Für die Durchführung werden 20.000 Euro bereitgestellt (14.000 Euro Stadt, 6.000 Euro Bezirksrat).

Das Projekt wird keine kurzfristigen Auswirkungen haben, da die entstandenen Ideen erst in der Zukunft umgesetzt werden können.

Mehr lesen: >> HAZ (Abonnenten)

Siehe auch >> hallolindenlimmer.de/?s=limmern

>> Gegen extremes Limmern: Weiche oder harte Linie?

öl/30.07.2020/31.07.2020; 09:32


Kommentare

  1. In der Nacht von Freitag auf Samstag gab es von 19-07:00 Uhr keine einzelne Minute, in der man selbst in der eigenen Wohnung Schutz vor den elektrischen Beschallungsanlagen fand. Die Lautstärke war deutlich vermindert. Mir fiel fast dutzendfach auf, wie Akku-Ausgestattete erst mal aufdrehten, aber schon nach einer Minute wieder runterregelten, wo sie sonst noch stundenlang weitergemacht hätten. Demnach ist da eine unsichtbare regulatorische Macht im Spiel.

    Am Samstag abend war die Polizei darauf hingewiesen worden, dass sich dieser Zustand nicht wiederholen sollte, und die Nacht blieb ruhiger.

    Jetzt am Montagmorgen habe erst mal zwei Stunden ununterbrochenen starken Lärm hinter mir, wegen eines einzelnen viel zu lauten Laubbläsers, der Straßenreinigung und der Müllabfuhr.

    Das ist hier ein so schöner und friedlicher Ort, wo gerade einmal alles leise ist. Ich werde WIRKLICH, wirklich krank von dem Lärm. Und ich kann das nicht ändern, indem ich meine Einstellung dazu verändere, das ist das Kernproblem.

    1. „Ich kann das nicht ändern“ sagen nur mitleidheischende Opfertypen. Warum sind Sie auf die Limmerstraße gezogen? Sie haben gedacht, da zwitschern nur Vögel und so?

      1. Das Faust-Schallzentrum, die Trommler und die E-Verstärker habe ich schon weg- oder auf die halbe Lautstärke gekriegt, und mehr. Und Andere haben ebenfalls da hingearbeitet, die NIL insbesondere. Von alleine ist da überhaupt nichts besser geworden.

        Und den Laubbläser nehme ich mir als Nächstes vor. Der wird ersetzt durch ein leises Elektromodell (wahrscheinlich) oder durch ein dutzend Asylbewerber mit Besen und Harke (unwahrscheinlich).

        1. Sehr gut! Und was werden Sie sich als nächstes vornehmen, sobald Linden befriedet ist? Werden Sie dann zum Steintor umziehen und eine Wohnung neben einer der dortigen Discos mieten, damit Sie wieder bei der Polizei anrufen können?

          1. Schon mal darüber nachgedacht, dass auf der Limmerstraße (und in den teils ebenfalls betroffenen angrenzenden Straßen) auch Leute leben, die schon länger, als 5 – 6 Jahre (das ist ungefähr der Zeitraum, seit dem das „Limmern“ so beliebt geworden ist) dort ansässig sind?

        1. Klar, gut möglich. Aber dann wäre er eine Ausnahme. Erstmal gibt es das wilde Limmern nicht erst seit 5 oder 6 Jahren, wie die Beschwerdenführer gern behaupten. Und die wenigsten dieser Leute wohnen seit 20 Jahren auf der Limmer, also wußten die meisten von Anfang an, was auf sie zukommen würde.
          Die Galeria Lunar z.B. mußte wegen Lärmbelästigung schließen, als eine Frau ins Haus über der Galeria Lunar einzog und bereits eine Woche nach Einzug ständig bei der Polizei anrief. Originell übrigens, daß nachdem die Lunar geschlossen hatte, die Frau schon bald wieder umzog…

  2. Die Polizei Hannover-West (zuständig für Linden-Limmer) hat Großartiges geleistet in den letzten zwei bis drei Wochen, wenn auch immer erst auf Anruf. Ich bin sehr dankbar und respektvoll verpflichtet.

  3. Immer wieder faszinierend, daß Leute genau wissen, was sie rund um die Limmerstraße erwartet, trotzdem dorthin ziehen und dann als erstes die Polizei rufen wegen Lärmbelästigung. Warum ziehen sie nicht nach Limmer oder so? Sind es solch gewaltige Sauertöpfe, daß sie anderen Menschen, die vielleicht glücklicher und weniger verbiestert sind, das Feiern und die Ausgelassenheit verderben wollen? Das scheint mir die wahrscheinlichste Erklärung zu sein.

    1. Ach Frank Norbert,
      die wahrscheinlichste Erklärung scheint mir zu sein,
      das Sie mit ihrer Äußerung nur provozieren wollen.
      Falls nicht, sind sie einfach im besten Fall nur ignorant.

      1. Und auf mein Argument wollen Sie nicht eingehen? Warum zieht jemand auf die Limmerstraße und beschwert sich dann über Lärm?

      1. Da gebe ich Ihnen recht. Aber auch wenn dies nicht geschehen würde, würden sich die speziellen Anwohner beschweren über den „Lärm“. Es gibt ja sogar Leute, die sich über den „Lärm“ beschweren, der von Kinderspielplätzen herüberschallt. Aber kleben sich „Ein Herz für Kinder“ auf ihre Autos…

  4. Ein völlig überflüssiger Workshop. Warum zieht es die Leute wohl nach Linden Nord? Die hohe Kioskdichte, viele Gleichgesinnte, Möglichkeiten sich in kleinen (oder größeren) Gruppen irgendwo hinzusetzen ohne groß gestört zu werden sind nur einige Punkte. Linden Nord ist gut erreichbar, gerade für Studenten und es fehlt an geeigneten Alternativen. Welche Möglichkeiten bieten die anderen Stadtteile? Wenn man die Beweggründe kennt, kann man auch Lösungen finden! Dafür braucht man keine/n kostspieligen Workshop/s.

  5. Wie bestellt so geliefert.
    Wer glaubt, dass Grün/Rot/Rot bzgl. des Limmerns sinnvolle Massnahmen umsetzt kann auch an den Weihnachtsmann glauben.
    Wie sagte ein Vertreter der Linken: wem es nicht passt kann ja wegziehen.
    Also: Obacht bei der nächsten Wahl (und nächstesmal dann bitte nicht irgendwelche „Alternativen“ wählen, die sind genauso unfähig).

    Unser Grüner OB spiegelt momentan die Situation in Corona Zeiten für die Stadt Hannover als Sinnbild für hilfloses Handeln in vielen Feldern leider wider. (Innenstadtverödung, Verkehrskonzepte, Migration und Integration (Bahnhof Chiller), Einzelhandel, Schulen und Kita usw.). Natürlich ist unser OB nicht verantwortlich für alle Fehler der Vergangenheit aber seine Leute haben halt viel mitgestaltet.

    Corona wikt so wie ein Brandbeschleuniger und wir werden einen sehr unruhigen Herbst und Winter 2020 / 2021 erleben.

    Dann werden Probleme wie das Limmern nebensächlich sein.

    1. Also die alten Lindener werden sicher nicht wegziehen können oder auch wollen.Warum auch sollen wir gehen? Damit die verwöhnten Partypenner unseren Stadtteil übernehmen? Als ich mit meinen Eltern nach dem Krieg hier gelandet bin, hat jeder auf uns runter geschaut ,weil hier ja niemand leben wollte,weil es so assozial sei. Und jetzt kommen die Nachfahren der hochnäsigen Penner, kaufen rund um die Uhr bei Rewe und machen Party. Und die Assozialen von damals sitzen immer noch fùr nen Hungerlohn an der Kasse und ackern im Schichtdienst . Und unten vorm Fenster kotzt und grölt und pisst die Scene. Ich bin schon bisschen älter hab keine Angst mehr. Aber ihr kriegt es mal richtig vorn Arsch,

  6. Na denn man tau, bis zur Umsetzung etwaiger workshop-Ergebnisse werden alle alteingesessenen Lindener weggezogen sein.

    Ich bezweifele übrigens, dass sich irgendwer vom Partyvolk auf den workshops sehen lassen wird, die wollen eh nur Party machen oder chillen.

    1. Es wäre gut wenn nicht alle Anwohner oder Anwohnerinnen unter „Anwohner“ und „Anwohnerin“ posten, das führt zu Verwechslungen.

  7. Habe auch Zweifel, dass solche Workshops was bringen. Es soll doch sicher wieder um faule Kompromisse gehen, d.h. ein bisschen weniger limmern, ein bisschen leiser sein, den Müll in die Mülleimer etc,…
    Dafür sollen dann die Anwohner ein bisschen mehr Verständnis zeigen??????????????
    Das ist alles Quatsch. Und es ist eine Frechheit, von den Anwohnern zu erwarten, dass sie ihre Gesundheit für besoffene Partyterroristen opfern.
    Das Gesetz der Nacht- und Sonntagsruhe gilt in ganz Deutschland, auch in Linden. Und die Stadt sollte sich langsam mal Gedanken machen, wie sie dieses Recht in Linden durchsetzt, und zwar rigoros und konsequent.
    Alkoholverbote nach 22.00. Lärm AUS!!!! Keine wummernden Bassanlagen mehr. Höchstens 1x verwarnen, 15 Min. später kontrollieren. Falls die Anlage dann noch an ist, einkassieren!
    Bei größeren Versammlungen Platzverweise, auch nach Corona.
    Laute Musik, Wildpinkeln, Grölen und Kreischen mit Bußgeldern ahnden.
    Da die Polizei oft mit Schlägereien, Unfällen etc. schon überlastet ist, muss die Stadt endlich eine Lärmpatrouille speziell für Linden aufstellen, die durch die Lärmzone geht oder besser noch mit dem Fahrrad fährt und von sich aus die Lärmquellen aufsucht, verwarnt und ggf. einen schnellern Polizeieinsatz bewirken kann als Anwohner, die sich dafür immer wieder nachts aus dem Bett pellen müssen.
    Das allgemeine Sicherheitskonzept, auf das die Stadt doch so stolz war, hats für Linden nicht gebracht. Wenn die Sicherheitskräfte hier um 0.00 Feierabend machen, ist das doch wohl die reinste Verar…ung.
    Die Vorschläge sind alle nicht neu, (die NIL hat schon vor Jahren einen umfangreichen Katalog mit Vorschlägen dazu vorgelegt), aber die Stadt gibt sich weiterhin begriffsstutzig.
    Merken die denn nicht, dass alles was sie bisher gemacht haben, nicht mal ein Tropfen auf dem heißen Stein ist? Oder wollen sie es nicht sehen, und wenn ja, was steckt dahinter????

    Faust und Glocksee schließen würde schon Sinn machen, denn dadurch wurde das Partyvolk ja erst nach Linden geholt. Als die nächtlichen Partys in der Faust anfingen (vor fast einem Jahrzehnt) hätte die Stadt sofort merken müssen, dass sowas in einem Wohngebiet ein no go ist. Die runde Viertelmillion, die die Stadt der Faust jährlich zahlt, könnte dann für eine Lärmpatrouille eingesetzt werden, anstatt den Lärm auch noch zu finanzieren.
    Es wird dann zwar dauern, bis sich die Situation in Linden wieder normalisiert, aber irgendwann kann man dann wieder ganz gemütlich limmern, mit mehr Ruhe und weniger Dreck. Man müsste dann allerdings zum Ausgleich außerhalb der Wohngebiete Lärmzonen schaffen, wo der Teil der „Kultur“ stattfindet, der mit Saufen, Grölen und wummernden Bässen einhergeht.
    Dann wäre Linden mit der Zeit nicht mehr so angesagt und die Lindener könnten wieder gemütlich limmern. Das ging vor 10 Jahren ja auch noch. Da müssen wir wieder hin.

  8. Dieser sinnlose Quatsch wird sogar mit 20 000€ finanziert???
    Wie wäre es wenn die Stadt lieber die mieten der Anwohner zu 100% übernimmt?
    Die Lebens und Wohnqualität wird ja auch zu 100% zunichte gemacht.

    Kollektive Mietminderung?
    Dann wird die Stadt von einer Klagewelle überrollt.

  9. Das mit den Platzverweisen und Kioskschließungen neulich in der Nach war gut und wirksam.
    Kann mir auch nicht vorstellen, dass die sowas bei ihren Arbeitsgeschäften verhandeln wollen.

  10. Ich sag das jetzt mal in einer Sprache, die auch der/die/das geneigte Hipster/inninninnen verstehen sollte:

    NACHTRUHE IST NICHT VERHANDELBAR!
    FAUST GLOCKSEE ENTEIGNEN UND SCHLIESSEN!
    KEIN SCHLAFBEDÜRFNIS IST ILLEGAL!
    PRO NACHTRUHE!

    Ansonsten das, was Einwohner sagt…

      1. Ironie?!? Unliebsame Begebenheiten werden doch in Linden oft mit Enteignung/Zerschlagung begegnet.

        Das eine Enteignung von Leuten, die hauptsächlich staatlich alimentiert werden nicht möglich ist, ist mir auch klar.

        Ich finde die Einstellung (gerade aus der Faust) dazu halt sehr „interessant“. Die sieht meiner Meinung nach so aus:
        -Was wollt ihr denn? Wir machen doch schon soviel zum Thema Lärmschutz, noch mehr wäre zu teuer.
        -Wir können ja vielleicht nochmal drüber reden, aber eigentlich haben wir keinen Bock dazu, wir sind halt beliebt.

        https://hallolindenlimmer.de/faust-in-eigener-sache-umbau-neuer-sound-anlage-party-konzept/

  11. Noch so ein Demokratieformat ohne die betroffenen Bürger … und betroffen sind zuerst mal nicht das „Publikum der Limmerstraße“ (zumal es ja auch immer wieder woanders illegale nächtliche Hotspots gibt). Diejenigen tun auch nicht immer sehr betroffen, wären es im Zweifel aber sowieso nur durch ohnehin rechtlich notwendige Maßnahmen.
    Nein, bei den „unterschiedlichsten Interessengruppen“ fehlt ausgerechnet die wichtigste, die Anwohner.

    P. S.: Off-topic: Heute Polizeieinsatz mit Maschinenpistole und weichem Schutzschild (gegen Sprengstoff?) auf der Limmerstraße, Höhe Backfactory, 13:40-14:20, 6 Polizisten, ein gutsituiertes Paar als zivile Begleitpersonen, die sich zuvor nicht nur Masken, sondern auch professionelle Einweghandschuhe anzogen, unaufgeregter Einsatz, Ziel: wohl eine Privatwohnung, der Gesuchte war wohl nicht angetroffen worden, quasi kein Publikumsinteresse an der Aktion, und ich hatte auch nichts gefragt oder dokumentiert

    1. — „Ziel: wohl eine Privatwohnung“

      Nee, das war doch garantiert der dichtgemachte Brautmodenladen, der da im schmuddeligen Hinterhof sowieso vielleicht fragliche Geschäftsziele verfolgte, weil da die Miete fast nichts, aber die Brautkleider eine Menge kosteten. Und wer trägt heutzutage schon noch Brautkleider (so richtig kitschige halt) außer B-Promis in der Bunten? Aber die wären da niemals vorgefahren. — Also harte organisierte Kriminalität, drunter mach ich’s nicht, schon wegen der MP & Staff.

      Ist aber cool; über so was muss man demnächst mal gleich nachdenken, wenn man sich schon wundert.

      Und das gutsituierte Ehepaar, das waren die Vermieter … Manchmal brauche ich aber auch echt Stunden.

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