28. November 2018

Investor Papenburg vor den Altgebäuden der Wasserstadt

 

Der Investor Papenburg hatte der Stadt angeboten die Altgebäude für 1 € zu übernehmen. Er sieht wegen der Nitrosaminverseuchung der Gebäude nur den Abriss als realistische Alternative an. Aufgrund schlecht funktionierender Zusammenarbeit mit der Stadt gab Papenburg das Bauvorhaben auf und beabsichtigt sich von den Altbauten zurückzuziehen. Für die nichtfunktionierende Zusammenarbeit macht er den Baudezernenten Bodemann verantwortlich.

Die BI Wasserstadt Limmer schaltete sich ein und würde gerne für 1 € mit Hilfe von Investoren die Gebäude erhalten. Papenburg erklärte inzwischen, dass das 1€-Angebot nur für die Stadt gilt.

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>> BI Wasserstadt Limmer

 

28.11.2018

 

 

Kommentare

  1. Den HAZ-Artikel habe ich nicht gelesen, aber:

    – „Die BI Wasserstadt Limmer schaltete sich ein und würde gerne für 1 € mit Hilfe von Investoren die Gebäude erhalten. Papenburg erklärte inzwischen, dass das 1€-Angebot nur für die Stadt gilt.“

    Soweit ich weiß, ist Papenburg ja bislang noch Eigentümer des gesamten Geländes, hat dort auf jeden Fall eine Majorität. Es ist nicht in seinem Interesse, die riesigen Ruinen an Leute zu verkaufen, die Sanierung und Unterhalt nicht zusammenbringen. Hätte die Bürgerinitiative die notwendigen Investoren, würde Papenburg wohl sicherlich übereignen.

    – Und zu der Petition der BI zum Erhalt der Gebäude: Wenn eine Unterschrift 20 oder vielleicht sogar 50 € kosten würde (das sind mögliche Kosten pro Hannoveraner), würde wohl keiner unterschreiben. Und für das Geld kann man die IGS Linden schon mehrmals neu bauen. Die Schulen vergammeln lassen, aber sich unnütze, toxische Luxusruinen leisten? – Was soll man da noch diskutieren? Sofort weg mit den Gebäuden!

    – Normalerweise bin ich ja nicht besonders kapitalistenfreundlich, aber die unternehmerische Handlungsfähigkeit, die Verfügung über das Eigentum muss schon gewährleistet ist, wenn dem keine höheren Rechtsgüter, insbesondere konkrete Gesetze entgegenstehen. Da kommt hier hauptsächlich der Denkmalschutz infrage, aber der ist wegen der Schadstoffbelastung nicht mehr relevant.

    Rechtlich spricht nichts gegen einen Abriss, die Stadt verzögert aber die Verwaltungsvorgänge ohne wichtigen Grund, und die BI schafft noch Stimmung mit ihren durchgehend unrealistischen und daher destruktiven Forderungen.

    An Papenburgs Stelle würde ich mir die verbliebenen Haare raufen. Ich kann mir schon vorstellen, wie so einer im Bekanntenkreis über die Bürokratie klagt.

    1. – „Ich kann mir schon vorstellen, wie so einer im Bekanntenkreis über die Bürokratie klagt.“

      Ach, ach! Und über die Demokratie wird er auch noch klagen! Und über die SPD. Wenn ich Papenburg wäre, würde ich wohl die CDU bevorzugen, was ja nicht unbedingt mehr Demokratie bedeutet, sondern wohl auch strafferes Durchregieren zugunsten von Wirtschaftsinteressen.

      Aus Bürgersicht könnte man jetzt vielleicht denken, hinsichtlich Demokratie und Bürgerbeteiligung sei die SPD das kleinere Übel, sie sei sozialer und demokratischer, wie es ja auch im Namen steht. Hier sehe ich aber hauptsächlich Inkompetenz, und das schadet allen Beteiligten, auch den Bürgern. Die zukünftigen Wasserstadtbewohner sollen ihre Sachen selbst zahlen und zusätzlich (Eigentum verpflichtet) noch ein paar nette öffentliche Flächen hinbauen. Es hat doch nichts mit Demokratie zu tun, Wirtschaftsvorgänge zu blockieren, nur um auf Steuerzahlergeld zu pochen, das sowieso nicht tragbar ist.

      – Aber das ist Politik hierzulande. Auf Bundesebene ist es noch viel schlimmer.

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