3. Mai 2020

Dieser April 2020 war recht trocken. Die Bauern beklagen ihre zu trockenen Felder. Die Saat will nicht so recht aufgehen. Doch in der letzten mehr als eine Woche regnete es wieder. Der Wasserstand am Wehr stieg gleich etwas an.

Wieder etwas mehr Wasser (03.05.2020), als …
… noch ca. eine Woche vorher am 25.04.2020, als es etwas trockener war.

Eine große Trockenheit gab es 2018.

Viel Sand kam zum Vorschein am 21.07.2018

Trocken- und Hitzesommer 2020?

Derzeit weiß niemand wie der diesjährige Sommer wird.

Die Hitzesommer, die wir seit einigen Jahren etwas verstärkt erleben, sind historisch nichts Besonderes. Wir leben heute in einer Warmzeit, wie es sie ähnlich warm auch im Mittelalter gab oder weitere tausend Jahre früher in der Römerzeit. So stellte die Uni Greifswald kürzlich in einer Studie fest, dass Hitzesommer wie 2018 im Mittelalter öfters vorkamen. [2]

Über Hitzesommer im Mittelalter gibt es weitere Literatur.

Zitat: „Drei heiße Sommer in Folge sind an sich schon eine Besonderheit. Die Szenarien gleichen sich: Das Heu verdorrte auf den Feldern, Getreide und Gartenfrüchte wuchsen nicht richtig, Bäche und Brunnen trockneten aus, man konnte gefahrlos durch die größeren Flüsse waten, die Mühlen hatten nicht genug Wasser zum Mahlen, es kam zu Waldbränden. Erst 1474 war wieder ein normaler Sommer, der in manchen Regionen auch als zu kalt eingestuft wurde.“ [1]

Die Ähnlichkeit mittelalterlicher und heutiger Temperaturen zeigt folgendes Diagramm [1].

Jahresgang von Temperatur seit dem Jahr 1000 in Mitteleuropa:
Die feinere Kurve repräsentiert den mittelfristigen Verlauf, der aus den jährlichen Angaben über einen 31-jährigen Filter errechnet wurde. Darüber hinaus ist in der kräftigeren Linie die langfristige Entwicklung dargestellt.
Quelle: Klimageschichte Mitteleuropas, Rüdiger Glaser

Am allerschlimmsten war der Hitzesommer 1540.
Zitat: “ Zu Fuß durch den Rhein
Immer verzweifelter suchten die Menschen nach Trinkwasser im Sommer 1540. Selbst anderthalb Meter unter manchem Flussbett in der Schweiz fand sich „kein Tropfen“, wie der Chronist Hans Salat notierte. Brunnen und Quellen, die nie zuvor trocken gefallen waren, lagen brach. Die anderen wurden streng bewacht, ausgeschenkt wurde nur beim Glockenschlag. Verunreinigtes Wasser ließ Tausende an Ruhr sterben, einer Entzündung des Dickdarms.
“ [3]

Der Blick in die Vergangenheit zeigt, das Klima und Wetter immer im Wandel begriffen sind. Ein Klimaparadies gibt es nicht. Es ist allerdings so, dass wir heute – vor allem verglichen mit den letzten 700 Jahren – ein vorteilhaftes Klima haben. Wenn wir zurückblicken auf diese Zeit der Kleinen Eiszeit, dann haben wir heute recht gute Klimaverhältnisse.

Quellen
[1] >> Kachelmann
[2] >> Trockensommer wie 2018
[3] >> Spiegel

Lesetipp, Bild:
Als die Hitze keine Last war
Früher war anders Sommer >> mehr

Andere Sichtweisen sind willkommen

Klaus Öllerer
arbeitet mit bei KlimaKontroverse.de

03.05.2020

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